Photodermatologie

Photodermatologie ist ein Teilgebiet der Dermatologie, der Lehre von den Hautkrankheiten.
Zusammengefasst werden Licht, Ultraviolett- und Wärmestrahlung als optische Strahlung bezeichnet.

Wir können so häufige Krankheiten wie Psoriasis oder atopische Dermatitis (Neurodermitis) mit ganz bestimmten Teilbereichen optischer Strahlung sehr gut behandeln.

UVA/ UVB

In unserer Bestrahlungskabine können wir die verschiedenen UV-Anteile getrennt und individuell steuern. Somit eignet sich die UV-Therapie für empfindliche und lichtgewöhnte Hauttypen gleichermaßen.

Besonders wertvoll haben sich Lichtbehandlungen bei folgenden Krankheiten erwiesen:

  • Neurodermitis
  • Ekzemerkrankungen
  • Nesselsucht
  • Schuppenflechte
  • Juckreiz
  • Vorbeugung bei Lichtdermatosen
  • Pigmentstörungen

Schmalspektrum UVB

Als wesentlicher Fortschritt in der Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis ist die Entwicklung und Einführung eines neuen Schmalspektrum-UVB-Strahlers anzusehen, der fast monochromatische Strahlung um 311 nm emittiert.

Durch die besondere Bestrahlung wird ein besseres abheilendes Spektrum bei gleichzeitig geringerer Sonnenbrandgefahr erreicht. Die Wirksamkeit der 311-nm-UVB-Phototherapie läßt sich durch Kombination mit äußerlichen Antipsoriatika wie Dithranol und insbesondere Calcipotriol weiter steigern.

Innerhalb von vier bis sechs Wochen erreicht man bei den meisten Patienten eine über 90prozentige Verbesserung des Hautbefundes, wobei durch die Kombinationstherapien der Beginn der Wirkung schneller eintritt.

Photodynamische Therapie

Photodynamische Therapie ist eine relativ neue, jedoch international erprobte und medizinisch anerkannte Methode zur schonenden Behandlung von Aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen.

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine Lichttherapie. Durch die Vorbehandlung mit einer Creme werden die veränderten Hautzellen für rotes Licht sensibilisiert. Danach werden die betoffenen Hautstellen mit starkem, roten Licht für 8 –12 Minuten belichtet.

Krankhaft veränderte Hautzellen werden selektiv zerstört, gesunde Zellen werden nicht angegriffen. Im Gegensatz zu Verfahren wie der chirurgischen Entfernung, der Kälte-, Laser- oder Chemotherapie, liegt der Vorteil der Photodynamischen Therapie in der besonders schonenden Behandlung und in dem zu erwartenden sehr guten, kosmetischen Ergebnis.

wIRA-Bestrahlung (Viruswarzen)

Die Abkürzung wIRA steht für wassergefiltertes Infrarot-Licht A. Es handelt sich bei dieser neuartigen Behandlung um eine effektive und schmerzfreie Behandlungsmethode für Viruswarzen.

Es wird derzeit vermutet, daß durch die verbesserte Durchblutung die lokale Immunabwehr gesteigert wird und die Warzen regelrecht abgestoßen werden.

Bei mehr als 80% der Patienten mit Hand- oder Fußwarzen konnte ein Rückgang der Warzenfläche beobachtet werden.